vor einigen vielen wochen hat mich die jule netterweise zu pinterest.com eingeladen, da sie der meinung war, dass das definitiv was für mich wäre (weil ich ja so kreativ und web2.0ig bin vermutlich). “aha”, hab ich mir gedacht, “wieder son elitärer club, in dem ohne anmeldung nix geht, na ma kuckn.” nach meiner registrierung und etwa fünf klicks hatte ich das ganze dann auch schnell als “nett, aber wozu?” ad acta gelegt. ein fehler, wie sich jetzt herausstellt, denn kaum hab ich dem ganzen eine zweite chance gegeben,* entwickelt sich doch schon eine gewisse sucht und die frage nach dem “wozu” scheint problemlos zu klären: um tolle ideen zu sammeln!
pinterest fühlt sich ein wenig an wie facebook ohne alle nervigen komponenten (glücksnuss, farmville, umfragen, belanglose statusmitteilungen) und ohne zuviel netzwerken. oder wie twitter mit mehr bildern (kurze infos, faven oder retweeten).
ich hab sicher noch nicht alle facetten der seite herausgefunden, aber bis jetzt ist pinterest für mich wie viele (aber ordentlich sortierte) virtuelle pinnwände für produkte, bilder, websites, blogposts, anleitungen, ideen, inspirationen. mit dem “pin it”-button in der firefox-lesezeichenleiste kann ich alles im netz ruckizucki auf eine meiner pinnwände – nunja – pinnen und wenn ihr mir folgt (womit wir wieder bei der facebook-twitter-analogie wären) könnt ihr das sehen. bzw. besser noch: wenn ihr auf ne andere ansicht klickt, könnt ihr sogar alle aktuellen pins sehen (glaub ich) oder die zu bestimmten themen (DIY, kochen, home, style…). andere pins können mit einem klick geherzt oder an die eigenen pinwand gepinnt werden und so sind alle tollen ideen, die bislang als lesezeichen oder ausdrucke irgendwo in tollen DIY-ordnern in vergessenheit zu geraten drohten, ordentlich gesammelt. toll!
allerdings glaube ich, je mehr ich drüber nachdenke, dass das ganze doch ne sehr weibliche sache ist. sich durch fotos von wohnungen, klamotten, frisuren, blumengestecken, taschen, basteleien etc. inspirieren zu lassen ist ja doch eher weiblich (2 euro ins klischeeschwein, ich weiß). als sammelstelle für wissenschaftliche artikel oder ähnliches kann ich es mir grad nicht so vorstellen. es lebt schon sehr von visuellen ersten eindrücken und das sind in diesem fall ja nun mal eher fotos. ich lass mich aber gern vom gegenteil überzeugen!
falls jemand interesse hat, ich glaub, ich kann paar einladungen rausjagen
ich kenn quasi den türsteher
*nachdem es gerade an vielen fronten erwähnt wird, z.b. hier oder hier, musste ich meine meinung doch noch mal überdenken.