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ein ring sie zu knechten?!

Posted on : 29-12-2009 | By : paule | In : la famiglia, leben mit mann, sensationen und andere katastrophen

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nein, in diesem fall wohl eher: ein ring, sie glücklich zu machen. liebes tagebuch, seit heilig abend vormittag bin ich offiziell verliebt, verlobt und wenn alles glatt läuft (und nichts unseren plänen in die quere kommt) anfang september dann auch verheiratet! die ganze familie wurde in den letzten 5 tagen persönlich informiert, der enge freundeskreis auch, und mit der heutigen statusänderung in facebook und studi bzw. meinvz ist es jetzt auch web2.0-aktenkundig. freut euch und frohlocket mit mir :)

und wir wären keine web2.0-junkies, wenn wir nicht sofort ein hochzeitsblog eingerichtet hätten, auf dem einerseits die neusten news bekannt gegeben werden, das andererseits aber auch als koordinationswerkzeug dienen soll, für adresslisten, zimmersuche und geschenkelisten. hier versteckt sich der link. damit müssen sich die nicht-hochzeitsvorbereitungs-interessierten jetzt nicht voller grauen von meinem blog abwenden, denn an dieser stelle werd ich weiterhin über mein leben abseits des hochzeitstrubels berichten – und ich hoffe inständig, dass es ein solches gibt (auch wenn ich mir das grad nach 5 tagen dauerthema nicht wirklich vorstellen kann ;) ).

frohe weihnachten

Posted on : 25-12-2009 | By : paule | In : Allgemeines

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liebe leserschaft. mögen eure feiertage so großartig werden, wie meine begonnen haben!

striezlmarkt, stollen, schnee, schön

Posted on : 14-12-2009 | By : paule | In : on tour, weihnachten

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der mac und ich hatten uns vor weihnachten noch ne kleine auszeit in dresden gegönnt und obwohl so ziemlich fast alles schief gegangen ist, was hätte scheitern können, war es ein sehr schönes wochenende (was wohl daran liegt, dass meine stimmung von “gnaaaa!” zu “ohjaaaa” wechselt, kaum dass ich weihnachtslieder hör oder paar schneeflöckchen fallen).

dresden ist wirklich ne sehenswerte stadt – im winter allerdings vor allem nachts. da strahlt die stadt vor lichterketten, weihnachtsmärkten und beleuchtet sehen alle gebäude (zwinger, oper, yenidze) gleich nochmal so prächtig aus. die zigarettenfabrik yenidze find ich großartig, beim nächsten besuch (im sommer dann mal) möcht ich gern dort oben unter der kuppel speisen. fotos gibt’s dann wohl bald sicher beim mac, ich bin grad bissi zu faul beschäftigt, um die auszusortiere und klein zu machen ;)

obwohl ich mir dresden und striezelmarkt im schnee soo gewünscht hatte, bin ich doch froh, dass es nur von samstag auf sonntag geschneit hat. die wenigen stunden auf nasskaltem boden bei minusgraden haben mich völlig durchkühlt. am samstag war es zwar auch schon schweinekalt, aber dank glühwein (wieso gibt es hier in bamberg noch keinen pflaumenglühwein???), tee und einer reizenden prager bierstube wurde es doch immer wieder warm um’s herzerl und in händen und füßen.

der besuch in schloss moritzburg war auch zwiespältig. sonderausstellung über “drei haselnüsse für aschenbrödel” – hurrah! allerdings ne stunde dafür in der arschenskälte dieses schlosses anstehen, um dann in 7,5 min durch die paar räume mit nachgebildeten kostümen geschoben zu werden? nunja. dafür foto auf DER TREPPE gemacht und hübsch war’s ja auch. aber kalt. das karl may museum in radebeul dagegen war wirklich reizend. sehr umfangreiche sammlung indianischer kult- und alltagsgegenstände sowie das wohnhaus von herrn may. sollte ich wohl doch mal lesen und mich nicht auf die kenntnis einiger winnetoufilme von früher berufen.

die heimfahrt ging – dank adventskalendergutschein – für mich sehr entspannt voran :) kurz vor bamberg kamen wir noch an einem recht großen unfall vorbei, der erst kurz vor uns passiert sein dürfte und bei dem schrecklicherweise ein ehepaar um’s leben kam. hätten wir bissi kürzer pausiert und wär mein mantel nicht in der tür eingeklemmt gewesen, was uns zu ner kurzen ausfahrt genötigt hat… nicht drüber nachdenken.

ich hoffe, meine geneigte leserschaft kann sich auch noch paar entspannte tage vor der stressigen staden zeit gönnen.

die kirchenfrage

Posted on : 04-12-2009 | By : paule | In : paules welt, weihnachten

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ich gehe nicht oft in die kirche. ich glaube nicht, bzw. nicht an den kirchlichen gott, nicht an jesus sondern eher an was diffuses aus werten, vernunft und toleranz. natürlich lässt sich das im großen und ganzen mit den “christlichen” werten des abendlandes vereinbaren. vermutlich kann ich mich – ohne das bisher getan zu haben – als agnostiker bezeichnen. mit dem buddhismus sympathiere ich, vor dem strenggläubigen, papsthörigen katholizismus erhebe ich warnend den zeigefinger.

worauf ich hinaus will: die kirche gehört nicht zu meinem alltag, ich brauche das beten nicht, die vorstellung einer allgegenwärtigen höheren macht, die all meine schritte und taten verfolgt und evtl. strafend oder lobend eingreift, erfüllt mich eher mit unwohlsein denn mit vertrauen.

aber ich muss an weihnachten in die kirche. die vorstellung, keinen geschmückten weihnachtsbaum in der kirche zu sehen, nicht zu frieren, weil die evangelische messe immer vor der katholischen stattfindet (familiengottesdienst um 17 uhr) und die heizungen da einfach noch nicht warm sind (wir vermuten seit jahrzehnten bereits schikane dahinter ;) ), keine kerze auf den heimweg mitzubekommen und v.a. kein voll inbrunst geschmettertes “glooooohooohooohooohohoooooriaaaaa” und kein in – bis auf die kerzen – völliger dunkelheit gesungenes “stille nacht” macht mich wirklich unruhig und ein klein wenig ängstlich. es wäre für mich nämlich – soweit ich mich erinnern kann – das allererste weihnachten im leben ohne diesen gottesdienst. und ich hasse veränderungen an weihnachten! die zwei schlimmsten – den tod meiner einen oma und den umzug ins seniorenaltenheim meiner anderen oma und die dadurch entstendenen zwei großen lücken – musste ich wohl oder übel hinnehmen. dass mein opa den heilig abend inzwischen bei seiner freundin und dazugehörender zweitfamilie verbringt, auch das hab ich akzeptiert. selbst die tatsache, dass ich nicht mehr nur als kind meiner eltern weihnachten feiere, sondern inzwischen als kind mit lebensgefährte, hat mich weniger verwirrt als gedacht ;)

aber wenn ich am heiligen abend nicht um 17 uhr in der wehrkirche sitzen sollte, würde ich mir das glaub ich ein jahr lang nicht verzeihen.

armagnac-pflaumen

Posted on : 30-11-2009 | By : paule | In : ess-bar, paules welt, sensationen und andere katastrophen, weihnachten

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dieses rezept sollte es werden. liest sich nicht schwierig, klingt lecker, sollte weihnachtsleckerchen für die lieben werden. SOLLTE! hier die anleitung:

  • zesten von 2 orangen reißen: für diese tätigkeit hab ich mir extra einen zestenreißer gekauft! ist trotzdem ne ziemliche sauerrei, da ich gelegentlich wohl etwas zu tief in der schale ansetzte. die ganze arbeitsplatte rechts von mir war anschließend von einem feinen orangensaftnebel bedeckt und ein drittel der zesten fielen neben die schale, aber es hat geklappt.
  • orangen auspressen: leider hab ich nicht bedacht, dass die schale dem orangeninneren ja auch halt gibt und ohne schale (= zesten) das ganze etwas weich werden könnte. so lässt sich das auch alles nicht so leicht auspressen, aber immerhin sind es 200ml geworden, der rest wurde mit fertigem o-saft ergänzt.
  • armagnac (arschteurer weinbrand oder so) in messbecher abmessen.
  • feststellen, dass man statt 1000g trockenpflaumen nur 500g hat. in panik den mann anrufen und mit ihm am telefon die küche durchsuchen. feststellen, dass man einmal zwei beutel mit 250g gekauft hat, ein andermal 2 beutel mit 500g. also reichts locker. aber schreck war da. in gedanken schon alle vorbereiteten einzelteile wieder verpackt (nur den armagnac hätt nicht wieder zurückgegossen)
  • sich wundern, wieso die linke hand bei anspannung zittert. könnte die vorfreude sein.
  • 100g zucker karamellisieren. da ich sowas noch nie ernsthaft gemacht habe, hab ich mir natürlich rat von meiner weisen kochmama geholt: zucker bis bernsteinfarben karamellisieren. da ich natürlich braunen zucker verwenden musste, war bernsteinfarben nicht so ganz auszumachen, aber das war ja egal, es dauerte ohnehin ewig lang.
  • währenddessen schnell ne flasche sekt öffnen und auf die erste karamellisierung anstoßen.
  • zucker bildet klümpchen, haftet am löffel aber macht keine wirklichen anstalten zu schmelzen
  • herd hochdrehen, zucker zeigt tendenz zu schmelzen
  • in panik herd runterdrehen, soll ja nicht verbrennen
  • mit einem löffel angeschmolzenen zucker vom anderen löffel kratzen
  • feststellen, dass schmelzender zucker auf daumennagel die ausgeburt der hölle ist
  • daumen in kalten sekt halten und sich selbst bemitleiden
  • herd wieder hochdrehen, idee der selbstgemachten weihnachtsgeschenke verfluchen
  • flüssigen zucker begutachten und sich fragen, welche farbe der zustand wohl gerade in weiß hätte (so ist er nämlich – bernsteinfarben. von anfang an schon)
  • herd hochdrehen und auf blubbern warten
  • beim blubbern in hektik orangenzesten reinwerfen
  • luft anhalten weil es unglaublich stinkt
  • dunkelbraune zuckerbrocken mit orangenzesten mit orangensaft ablöschen
  • orangensaftsuppe mit röstzwiebelartiger zuckerplatte bewundern
  • riesenklumpen langsam vom löffel lösen
  • sich wundern, wieso der löffel nur noch 2/3 seiner rührfläche hat
  • weiße bröckchen in der orangebraunen, klumpenfreien, lecker duftenden brühe sehen
  • mama anrufen und fragen, ob man das hätte wissen können (dass plastiklöffel von dr. oetker nicht zum karamellisieren geeignet sind)
  • sich ärgern, nen beutel orangenzucker finden und beschließen, nen zweiten versuch zu unternehmen – mit holzlöffel und weißem zucker!
  • feststellen, dass der topf doch so ziemlich stark voller pickelhartem karamell ist
  • weihnachten und geschenke und den kapitalismus verfluchen
  • sich in die idee verlieben, die 250ml armagnac NICHT bis morgen aufzuheben sondern einem anderen zweck zuführen.

so war das in der letzten stunde. mein daumen pocht, mein sekt ist warm und dummerwiese riecht es richtig gut (nicht mal nach geschmolzenem plastik). achja, und beim versuch, das karamell aus dem topf zu entfernen (mit wasser aufkochen, tipp meiner mama) hab ich noch eins der handtücher angesengt. war klar.

und wer sich an das hier erinnert fühlt – ja, ich mich auch :)

nachtrag: es gibt so tage, da scheißt der teufel echt auf den größten haufen. in dem moment, wo ich auf “hochladen” klick, schaltet sich mein rechner aus. einfach so. badauz. das macht er manchmal, also eigentlich seit 2 monaten nimmer, aber natürlich heute. und hey, schicksal, du arsch, blogdesk speichert automatisch alle 5min! yeeehaw stinkebacke! sonst hätt ich grad echt net gewusst, womit ich meine schlechte laune noch verarbeiten könnte. oh man, wassn tag. achso, 02 schafft’s seit tagen mal wieder net, uns konstant das zu geben, wofür wir brav konstant zahlen: nämlich internet und ne stabile telefonleitung. aber wer will schon mal 10min am stück telefonieren, ohne einfach unterbrochen zu werden. aber das ist eine andere geschichte, die ich eigentlich nicht schon wieder erzählen möchte. das elend dauert nämlich schon 1,5 jahre. wenn ihr die wahl habt, trefft ne kluge ;)