ich möchte euch wärmstens ans herz legen, diesen film im schnuckeligen und gemütlichen programmkino eures vertrauens anzuschauen, sobald er gezeigt wird. ich hatte gerade das vergnügen und mit mir etwa 30 andere – großenteils verkleidete gewandete herren personen (die fünf damen möchte ich mal nicht unterschlagen
)
unter LARP hab ich mir bislang immer als elfen und/oder mittelalterpersonal verkleidete menschen vorgestellt, die durch den wald laufen und verstecken spielen. wie früher als kinder eben, und ich will nicht leugnen, dass auch ich auf eine karriere als fee, räuber, gendarm und eichhörnchen zurückblicke. leicht verrückt das ganze, mussmannichtverstehen und “die haben wohl zuviel zeit!”.
aber der film ermöglicht einen völlig neuen blick in die szene mit all ihren facetten ob orks, zombies, elfen oder “die leere”. besonders beleuchtet werden drei larper, ein apotheker, der gerade seine zweite doktorarbeit fertiggestellt hat, eine lehrerin mit einer zweitkarriere als larp-VIP und ein abiturient der vor einiger zeit gerne in mittelerde gelebt hätte und jetzt auch gern mal bauer ist.
darüber hinaus sieht man, welch riesengroße szenarien und events diese szene auf die beine stellt! 7000 personen, die in unzähligen plots an einem wochenende miteinander interagieren, ob bei der riesengroßen schier unübersichtlichen schlacht (die auf ein “stop!” hin sofort unterbrochen wird, bevor einer weint) oder beim gemeinsamen bad im holzzuber. es ist unglaublich beeindruckend und schon nach wenigen minuten hatte mich der film und die szene vollkommen gefesselt und ich könnte mir gut vorstellen, auch noch mal als elfe durch den wald zu streifen und verstecken zu spielen
obwohl es von außen ähnlich aussehen mag hab ich (im hinblick auf mein konkretes diss-thema) kaum gemeinsamkeiten zum cosplay gefunden, was natürlich schade ist
trotzdem hab ich einige neue ideen gefunden und mich in einigem auch bestärkt gesehen. und vielleicht ergibt sich so auch noch eines neues thema für “danach” ^^
ich glaube, der film ist von seiner art und dem vermittelten gefühl her zu vergleichen mit “full metal village” (den ich leider noch nicht gesehen habe) und ein bisschen mit “taking woodstock”. auf jeden fall großes kino!






















