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ein ring sie zu knechten?!

Posted on : 29-12-2009 | By : paule | In : la famiglia, leben mit mann, sensationen und andere katastrophen

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nein, in diesem fall wohl eher: ein ring, sie glücklich zu machen. liebes tagebuch, seit heilig abend vormittag bin ich offiziell verliebt, verlobt und wenn alles glatt läuft (und nichts unseren plänen in die quere kommt) anfang september dann auch verheiratet! die ganze familie wurde in den letzten 5 tagen persönlich informiert, der enge freundeskreis auch, und mit der heutigen statusänderung in facebook und studi bzw. meinvz ist es jetzt auch web2.0-aktenkundig. freut euch und frohlocket mit mir :)

und wir wären keine web2.0-junkies, wenn wir nicht sofort ein hochzeitsblog eingerichtet hätten, auf dem einerseits die neusten news bekannt gegeben werden, das andererseits aber auch als koordinationswerkzeug dienen soll, für adresslisten, zimmersuche und geschenkelisten. hier versteckt sich der link. damit müssen sich die nicht-hochzeitsvorbereitungs-interessierten jetzt nicht voller grauen von meinem blog abwenden, denn an dieser stelle werd ich weiterhin über mein leben abseits des hochzeitstrubels berichten – und ich hoffe inständig, dass es ein solches gibt (auch wenn ich mir das grad nach 5 tagen dauerthema nicht wirklich vorstellen kann ;) ).

armagnac-pflaumen

Posted on : 30-11-2009 | By : paule | In : ess-bar, paules welt, sensationen und andere katastrophen, weihnachten

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dieses rezept sollte es werden. liest sich nicht schwierig, klingt lecker, sollte weihnachtsleckerchen für die lieben werden. SOLLTE! hier die anleitung:

  • zesten von 2 orangen reißen: für diese tätigkeit hab ich mir extra einen zestenreißer gekauft! ist trotzdem ne ziemliche sauerrei, da ich gelegentlich wohl etwas zu tief in der schale ansetzte. die ganze arbeitsplatte rechts von mir war anschließend von einem feinen orangensaftnebel bedeckt und ein drittel der zesten fielen neben die schale, aber es hat geklappt.
  • orangen auspressen: leider hab ich nicht bedacht, dass die schale dem orangeninneren ja auch halt gibt und ohne schale (= zesten) das ganze etwas weich werden könnte. so lässt sich das auch alles nicht so leicht auspressen, aber immerhin sind es 200ml geworden, der rest wurde mit fertigem o-saft ergänzt.
  • armagnac (arschteurer weinbrand oder so) in messbecher abmessen.
  • feststellen, dass man statt 1000g trockenpflaumen nur 500g hat. in panik den mann anrufen und mit ihm am telefon die küche durchsuchen. feststellen, dass man einmal zwei beutel mit 250g gekauft hat, ein andermal 2 beutel mit 500g. also reichts locker. aber schreck war da. in gedanken schon alle vorbereiteten einzelteile wieder verpackt (nur den armagnac hätt nicht wieder zurückgegossen)
  • sich wundern, wieso die linke hand bei anspannung zittert. könnte die vorfreude sein.
  • 100g zucker karamellisieren. da ich sowas noch nie ernsthaft gemacht habe, hab ich mir natürlich rat von meiner weisen kochmama geholt: zucker bis bernsteinfarben karamellisieren. da ich natürlich braunen zucker verwenden musste, war bernsteinfarben nicht so ganz auszumachen, aber das war ja egal, es dauerte ohnehin ewig lang.
  • währenddessen schnell ne flasche sekt öffnen und auf die erste karamellisierung anstoßen.
  • zucker bildet klümpchen, haftet am löffel aber macht keine wirklichen anstalten zu schmelzen
  • herd hochdrehen, zucker zeigt tendenz zu schmelzen
  • in panik herd runterdrehen, soll ja nicht verbrennen
  • mit einem löffel angeschmolzenen zucker vom anderen löffel kratzen
  • feststellen, dass schmelzender zucker auf daumennagel die ausgeburt der hölle ist
  • daumen in kalten sekt halten und sich selbst bemitleiden
  • herd wieder hochdrehen, idee der selbstgemachten weihnachtsgeschenke verfluchen
  • flüssigen zucker begutachten und sich fragen, welche farbe der zustand wohl gerade in weiß hätte (so ist er nämlich – bernsteinfarben. von anfang an schon)
  • herd hochdrehen und auf blubbern warten
  • beim blubbern in hektik orangenzesten reinwerfen
  • luft anhalten weil es unglaublich stinkt
  • dunkelbraune zuckerbrocken mit orangenzesten mit orangensaft ablöschen
  • orangensaftsuppe mit röstzwiebelartiger zuckerplatte bewundern
  • riesenklumpen langsam vom löffel lösen
  • sich wundern, wieso der löffel nur noch 2/3 seiner rührfläche hat
  • weiße bröckchen in der orangebraunen, klumpenfreien, lecker duftenden brühe sehen
  • mama anrufen und fragen, ob man das hätte wissen können (dass plastiklöffel von dr. oetker nicht zum karamellisieren geeignet sind)
  • sich ärgern, nen beutel orangenzucker finden und beschließen, nen zweiten versuch zu unternehmen – mit holzlöffel und weißem zucker!
  • feststellen, dass der topf doch so ziemlich stark voller pickelhartem karamell ist
  • weihnachten und geschenke und den kapitalismus verfluchen
  • sich in die idee verlieben, die 250ml armagnac NICHT bis morgen aufzuheben sondern einem anderen zweck zuführen.

so war das in der letzten stunde. mein daumen pocht, mein sekt ist warm und dummerwiese riecht es richtig gut (nicht mal nach geschmolzenem plastik). achja, und beim versuch, das karamell aus dem topf zu entfernen (mit wasser aufkochen, tipp meiner mama) hab ich noch eins der handtücher angesengt. war klar.

und wer sich an das hier erinnert fühlt – ja, ich mich auch :)

nachtrag: es gibt so tage, da scheißt der teufel echt auf den größten haufen. in dem moment, wo ich auf “hochladen” klick, schaltet sich mein rechner aus. einfach so. badauz. das macht er manchmal, also eigentlich seit 2 monaten nimmer, aber natürlich heute. und hey, schicksal, du arsch, blogdesk speichert automatisch alle 5min! yeeehaw stinkebacke! sonst hätt ich grad echt net gewusst, womit ich meine schlechte laune noch verarbeiten könnte. oh man, wassn tag. achso, 02 schafft’s seit tagen mal wieder net, uns konstant das zu geben, wofür wir brav konstant zahlen: nämlich internet und ne stabile telefonleitung. aber wer will schon mal 10min am stück telefonieren, ohne einfach unterbrochen zu werden. aber das ist eine andere geschichte, die ich eigentlich nicht schon wieder erzählen möchte. das elend dauert nämlich schon 1,5 jahre. wenn ihr die wahl habt, trefft ne kluge ;)

bashing

Posted on : 01-10-2009 | By : paule | In : 2.0, fundstücke, sensationen und andere katastrophen

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ich bin, zugegebenerweise und wen wird es überraschen, ein großer fan des internets. soziale netzwerke, kommunikationsplattformen, blogs – meine welt (aber es gibt definitiv schlimmere als mich!). ich bin begeistert, was man alles GUTES aus dem netz machen kann. und genauso bin ich in letzter zeit immer wieder entsetzt, wie schnell sich ein aggressiver online-mob gegen einzelne personen formiert, die den fehler begangen haben, sich irgendwo in der (medialen) öffentlichkeit schnitzer zu leisten oder einfach so zu sein, wie sie sind.

vor ein paar wochen war dies der fall nach schlag den raab, wo sich der (immerhin von den zuschauern – und damit möglicherweise auch von den späteren hetzern – gewählte) kandidat hans-martin zugegebenerweise seeehr ungeschickt und unsympathisch benahm. ich spare mir eine wiederholung des abends und verweise auf die seiten hier und hier sowie hier. auch ich hab mich zu beginn der sendung (bzw. als hans-martin zu höchstleistungen auflief) abfällig in twitter geäußert, aber das ausmaß, das das ganze im verlauf weniger stunden annahm, fand ich schockierend. so wurde aus hans-martin “hassmartin”, ein twitteraccount gleichen namens wurde kreiert und “beglückte” alle follower im minutentakt mit relativ unkreativen, unwitzigen und unnötigen tweets, die so klingen sollten, als hätte der kandidat sie selbst von sich gegeben. auch andere twitterer sparten nicht an spott und häme. ich glaub, noch vor ende der sendung gab es sogar eine hassmartin-gruppe auf studivz, was ansich nicht verwunderlich ist, schließlich gibt es da für jeden sch**ß inzwischen ne gruppe. aber dass so eine plattform für cybermobbing hergenommen wird und dort sogar ausschnitte aus seiner abizeitung innerhalb kürzester zeit zu finden sind, find ich einfach unglaublich. und obwohl ich hätte wetten können, dass das interesse an h-m so schnell abebbt, wie es aufgekommen ist, war ich doch überrascht, dass man immer noch aktuelle tweets mit dem hashtag #hassmartin findet. ist anscheinend zum geflügelten word für unliebsame zeitgenossen geworden.

das neueste bashing, das mir unangenehm auffällt, ist das gegen den designierten neuen außenminister guido westerwelle. man kann von parteien halten was man will, zum glück haben wir hier eine demokratie und wahlfreiheit und v.a. die auswahl zwischen vielen parteien. aber was meiner meinung nach aller unterstes niveau ist, ist sich unter dem deckmantel der anonymität im internet schwulenfeindlich zu äußern und sich über sprachliche schwächen anderer lustig zu machen. seltsamerweise sind solche postings häufig geschrieben in schlechtem deutsch, gespickt mit rechtschreibfehlern oder einfach voll von schlechtem ausdruck. aber hey, ist das nicht unglaublich lustig, dass guido, der ja anscheinend über nacht zu öffentlichem eigentum ohne ehre und schmerzgrenze geworden ist, vor drei jahren schlecht englisch gesprochen hat und dies anscheinend jetzt auch nicht gern (oder gut) tut? ich wage zu bezweifeln, dass das jeder der lästerer besser könnte. klar, für nen außenminister ist das nicht wirklich günstig und die reaktion auf die englische frage eines journalisten war recht unglücklich, aber wer sagt denn, dass er es inzwischen nicht besser kann oder nicht noch lernen kann? zum glück sind menschen ja lernfähig, was ich im falle der internet-mobber und -basher jetzt auch nur stark hoffen kann. sonst wird das internet noch zu einem rechtsarmen raum bzw. einem raum, in dem die ehre und das wohlgefühl eines anderen menschen nichts mehr wert ist, so lange man anonym und mit einem angestachelten mob im rücken seine fiesigkeiten von sich geben kann.

urlaub – tag 3

Posted on : 04-08-2009 | By : paule | In : leben mit mann, on tour, sensationen und andere katastrophen

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so, nach einem abwechslungsreichen wochenende in der alten heimat geht’s hier endlich weiter mit tag 3 des urlaubs. durch zufall sind wir auf die möglichkeit einer seilbahnauffahrt zum herzogstand gestoßen, nach der ein etwa einstündiger aufstieg zum gipfel möglich wäre (inkl. alm, brotzeit, gipfelkreuz, was halt so dazu gehört). also wurden wir vom bus durch die übelkeitserregenden serpentinen zwischen kochel- und walchensee zur seilbahnstation gekarrt und dort – ohne große wartezeit – in etwa 4min zum gipfel gebracht. zum glück ging es so schnell, so hatte ich nicht groß zeit, mir sorgen über sicherheit, knackende geräusche und schwindelerregende höhen bzw. tiefen zu machen.

oben angekommen entschädigte der blick auf den türkisblauen walchensee und die berge (inkl. schneebedeckter gipfel) für serpentinen und schwammige knie:

walchensee panorama

nach kurzer umrundung des ersten berges kam der bevorstehende aufstieg zum gipfelkreuz ins blickfeld, der im ersten moment doch ziemlich beeindruckend, einschüchternd und anstregend anmutete.

herzogstand klein

(links die alm, in der mitte der berg, wenn man draufklickt und es größer anschaut sieht man die – mal wieder – serpentinen den gipfel entgegen. links unten der kochelsee)

trotzdem ging es überraschend gut und schnell, war teilweise etwas rutschig und auf keinen fall so larifari-sonntagswanderungsmäßig. also steine, wurzeln, schotter, gegenverkehr, latschenkieferabgründe. aber toll, um mal wieder den kopf freizukriegen und die waden von ihrer anwesenheit zu überzeugen.

nach etwa ner stunde erwartete uns der gipfel mit kreuz und blick über das gesamte fünf-seen-land (warum das “land” heißt, wobei es doch gar kein land ist, weiß ich leider nicht ;) ):

fünfseenland klein

(seen gegen den uhrzeigersinn, vorne rechts angefangen: kochelsee, starnberger see, ammersee, riegsee, ganz links staffelsee)

mit dieser aussicht gab’s für uns verdiente brotzeit und von meiner seite das feste vorhaben, in naher zukunft weitere gipfel zu erklimmen (apropos “erklimmen”: diesen ohrwurm hatte ich ab dem moment, als der “gipfel” zum tagesordnungspunkt erklärt wurde… schön :) ). das hat mich alles sehr an meine kindheit erinnert, als wir mit der ganzen familie (inkl. oma und onkel-familie) in südtirol urlaub auf ner hütte gemacht haben. da gab’s auch tolle bergwanderungen, kuhweiden die überquert werden mussten, eiskalte grünblaue bergseen…hach!

nach der rückfahrt (inkl. wartezeit und pizza, diesmal mit mehr übelkeit weil voller magen) gönnten wir uns etwas faul-entspanntes rumliegen am campingplatz-strand sogar mit erst- und einmaligem besuch des sees. bei mir reichte es nur zum kurzen eintauchen (körper unter wasser, köpfchen in die höh), der mac schaffte sogar einige schwimmzüge. abends dann wieder sonnenuntergang und wunderbare stimmung:

abendstimmung am see 1 klein

in der darauf folgenden nacht schlug der sturm abermals zu, diesmal schlimmer als am ersten tag. das zelt wurde fast auf den boden gedrückt (mit uns dummerweise noch drin) und zwischen kurz vor drei und etwa halb sechs war an schlaf nicht zu denken. in diesen stunden reifte der entschluss, den urlaub um einen tag (bzw. eine angekündigte regennacht) zu verkürzen und am donnerstag mit bernried und dem museum der phantasie abzuschließen.

mitbringsel vom berg / vom urlaub: waden und nen schweinischen ohrensonnenbrand. noch ein grund, warum ich in dieser nacht extrem schlecht schlief!!

(tag 4 folgt in kürze, bietet aber außer museum und immensen bahnverspätungen nicht viel)

urlaub!

Posted on : 26-07-2009 | By : paule | In : 2.0, blogosphäre, leben mit mann, on tour, sensationen und andere katastrophen

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moing früh um 6:35 geht’s los gen süden. natürlich nicht der sprichwörtliche süden sondern “nur” der süden deutschlands, genauer: der süden bayerns. hier hab ich ja schon mal die grobe route gepostet, daran hat sich bis jetzt auch nix geändert. außer, dass unsere laufmotivation sich ein wenig richtung relax-und-bade-motivation verschoben hat ;) wir werden also hier und da mal auf die öffentlichen verkehrsmittel umsteigen (schiffe sind ja auch schick).
gepackt ist schon, die 8kg (die mir von erfahreneren wanderern empfohlen wurden) halte ich so ziemlich ein (das proviant wird ja auch wieder weniger) und jetzt hoffe ich nur, dass die mückenplage in oberbayern (v.a. natürlich an gewässern) nur ein gerücht ist. ein hartnäckiges zwar, aber ein gerücht. ich hab ne flasche antibrumm dabei und pack gleich noch den azaron-stick ein (”es steht sogar auf dem karton – bei mückenstichen azaron!” gibt es einen überzeugenderen und besser gereimteren slogan?? “wenn dich eine mücke sticht, nimm azaron, dann juckt es nicht!” :) ).

wir werden versuchen, mehr oder weniger regelmäßig bissi was von uns hören zu lassen – iphone sei dank! aber dann nicht hier, sondern wohl eher hier und hier. wenn ihr also an news und katastrophenberichten interessiert seid, dann spart euch die sms, ich nehm kein ladekabel mit und muss daher ohnehin akku sparen ;) es lebe das mobile web2.0