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keine angst. auch wenn es in den letzten wochen so aussieht und ich tatsächlich mit dem gedanken gespielt hab: mein blog geb ich vorerst nicht auf. denn immer, wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo was bloggenswertes her.
genug gekalauert und gekalenderweisheitet. ich vollziehe grad den großen mittleren web2.0- oder social-web-rückzug. nachdem ich vor einigen monaten bereits mein xing-profil aufgrund von inaktivität, nicht-nutzens und auch antipathie diesem karrierenetzwerk gegenüber gelöscht habe und auch den nie groß genutzten lokalisten-account – aber man will ja überall dabeisein bzw. wissen, worüber andere reden, steht mein nächster großer lösch-coup bevor: nach fast 4 jahren muss meinvz dran glauben. da war ich aktiv, bevor ich facebook kennenlernte. und ich hab dem vorgänger studivz wirklich viele freunde und zahlreiche tolle (singstar-)abende zu verdanken! memento mori: die gruppe “uni bamberg singles”. großartig
aber diese zeit ist (zum glück) vorbei und die, die als freunde und bekannte geblieben sind, sind inzwischen auch fast alle zu facebook gewechselt.
ich will hier mich gar nicht über das pro und contra beider communities auslassen, auch nicht über das leidige thema datensicherheit, datenkrake facebook und nutzerdatenklau bei schülervz (kleiner bruder von studivz bzw. meinvz). es ist nur inzwischen so, dass ich meinvz lediglich dazu nutze, geburtstage der freunde zu überprüfen, die noch nicht bei facebook gelandet sind. sofern ich sie nicht ohnehin unter meinen icq-buddies weiß, ihre mailadresse hab oder – hey! – sie zu meinen RL-friends (wie wir web2.0-geeks die freunde in der echten welt nennen) zählen. oder ich würde es nutzen, um kontakt mit ihnen aufzunehmen. sofern ich sie nicht ohnehin unter meinen…lassen wir das.
summa summarum darf ich feststellen, dass eigentlich alle meine wichtigeren freunde auf die eine oder andere kontaktart abgedeckt sind. es fällt also keiner durch’s raster. außer vielleicht denjenigen “freunde2.0″, die mir im lauf der zwei aktiven studivz-jahre über den weg gelaufen sind und gemeint haben, wir seien jetzt freunde (bzw. hat studivz sie so genannt. “bekannte” oder “son typ auf der party damals” gibt es ja leider nicht als bekanntheitskategorie…).
im grunde werde ich an meinvz vielleicht die gruppen vermissen. die waren schon gut, z.b. die senfliebhaber oder fässlafreunde, oder “damals, im ferienlager” (die keiner kennt, weil sie unsichtbar ist und nur drei mitglieder hat – die sich im RL auch gelegentlich treffen). aber nichts geht über “paule gefällt ‘das wetter nicht’” oder ähnlich kreative facebookgruppen
. bzw. likes, oder wie auch immer das jetzt dort heißt.
achja, noch hab ich meinen account nicht gelöscht. warum auch immer. schließlich muss ich ja keine angst haben – wie z.b. bei twitter – dass ich wichtige unterhaltungen verpassen könnte. außer im sogenannten buschfunk. der aber mind. zu zwei dritteln aus den kommentaren besteht, die ich genauso auch in twitter und facebook sehe. und einen großen schritt hab ich ja schon getan. das leidige thema “komasaufbilder”, vor dem ja immer wieder gewarnt wird, ist für mich – zumindest in meinvz – kein thema mehr. meine verlinkungen bestehen nur noch aus exkursionsbildern und ähnlichen harmlosen dokumenten. also nichts, was mich bei meinem nächsten vorstellungsgespräch einholen könnte.
mal sehen, wann ich den großen schritt wirklich ziehe. vielleicht morgen. oder am 31.5. da ist “quit facebook day“. aber soweit bin ich wirklich noch nicht. sonst könnt ich ja verpassen, dass jemand den ich fast gar nicht kenne, jemandem den ich überhaupt nicht kenne zu was gratuliert, was ich nicht verstehe.









