bastelmaus

nachdem ich im letzten beitrag so nebenbei erwähnte, nähen lernen zu wollen, kann ich heute schon von großartigen erfolgen berichten! dabei sah es zuerst eher schlecht aus, denn als ich erwähnte nähmaschine vor einer woche aus dem keller holte stellte sich heraus, dass sie und ich einfach nicht zusammen können (okay, inzwischen hat sich herausgestellt, dass auch meine mama und vermutlich niemand auf der welt [siehe internetrezensionen] mit ihr kann). letztes wochenende war ich dann auch wie geplant bei meiner mama zum nähworkshop. ein wirklich tolles wochenende mit nähen, sekt trinken, kochen, weiternähen. und siehe da: setzt man mich vor eine funktionierende nähmaschine, zeige ich tatsächliches naturtalent! und leidenschaft, hin und wieder sogar sowas wie geduld (trotzdem nicht mein zweiter vorname) und talent. sagte ich schon? kann man nicht genug sagen!

und das kam dabei raus (auswahl):
apfel

ein wunderbar winterlicher dekoapfel (von mittlerweile sechsen in verschiedenen stoffen) mit original elterngartenholzstiel

tasche 1

eine tasche (bzw. beutel) nach tilda, innen sieht sie so aus:

tasche 2

darauf bin ich besonders stolz. er ist nicht nur gefüttert, nahaaain! er ist auch noch mit volumenvlies ausgestattet, welches mit bügelvlies befestigt wurde! also viel ausschneidearbeit. er hat sogar nen standboden (wie auch immer man das nennt) und nen schönen knopf. nur an das knopfloch haben wir uns nicht getraut, daher die knopflasche (die meine mama genäht hat, das geb ich zu). und das nach nem halben tag übung (die aus äpfeln und vögeln – ohne foto – bestand), ich bin echt stolz.

doch was bringt das ganze talent und die motivation, wenn die nähmaschine nicht mitmacht? deshalb hab ich mich gestern im bamberger nähmaschinenzentrum beraten lassen und bin heute mit einer nigelnagelneuen brother heimgekehrt. glücklich, motiviert und inzwischen um einen apfel und eine tasche (gleicher bauart aber diesmal außen hellblau, innen pink mit weißen tupfen UND KNOPFLOCH!) reicher. bis weihnachten sollte ich tildas winterhaus durchhaben ;) (auf das buch bin ich übrigens [obwohl mir tilda ein begriff war] durch diesen blogbeitrag gestoßen. teufelchen hat darin die taschen genäht und da ich genau sowas auch immer wollte, hab ich mir das buch gekauft. und siehe da, da sind noch viel mehr tolle sachen drin, die genäht werden wollen! wie übrigens auch auf dem blog ganz tolle sachen sind, die nachgemacht werden wollen, z.b. dieses schlüsselbrett. ich weiß schon, wer da die augen verdrehen wird ;)

manchmal kommen leidenschaften spät aber schön :)

handwerk

ich hab mich ja schon diverse male kreativ betätigt. erinnern wir uns zurück an die geburt des pimmelhütchens, kunstvoll verzierte plätzchen und kuchen, einmachen und -kochen, malen… schon während meines studiums hab ich gemerkt, dass ich den kreativ-schöpfenden ausgleich zum wissenschaftlichen denken und am computer arbeiten brauche. und mit dem richtigen job, der mich ja tagtäglich vor den computer zwingt (und meine nicht zu leugnende web2.0-leidenschaft, die mich ja darüber hinaus noch tagtäglich vor den computer zwingt) ist der drang, irgendwas mit meinen händen zu schaffen, was man danach auch anfassen, benutzen, genießen kann noch größer geworden. hier mal ein kleiner überblick über meine momentanen tätigkeitsfelder.

kitchenaid

da wäre zum einen mein langgehegter traum, den ich mir vom hochzeitsgeld erfüllt habe. eine küchenmaschine. und zwar nicht irgendeine, sondern der designertraum per se, eine kitchenaid in wundervollem creme. natürlich hätten sich diverse schöne farben quasi aufgedrängt, das leckere candy apple rot, tiefstes lila, das 50er-jahre pastellhellblau, welches mit meiner gleichfarbigenen kamera harmoniert hätte…aber mit 30 wird man ja doch gelegentlich gesetzter und vernünftiger und so ein unaufdringlicher cremeton passt einfach in (fast) jede küche. und was hat mich diese maschine in den wenigen wochen der gemeinsamkeit schon glücklich gemacht! zweimal pizzateig, zwei kuchen, geraspelte mandeln und schokolade – zutaten rein, anschalten, danebenstellen und freuen, dass so mir nix, dir nix teig ensteht, ohne dass mein bizeps vom handrührgerät gefoltert wird! ich glaube, ich kann guten gewissens sagen, dass das eine liebe fürs leben ist!

headpieces basteln

mit meinem kopf, bzw. meinen haaren steh ich eigentlich in dauerclinch. am glücklichsten war ich eigentlich in der zeit mit kurzhaarschnitt, allerdings ist der gelegentlich auch eindeutig zu kurz geraten. außerdem muss man gestehen: richtig pflegeleicht is son pixiecut auch nicht. davon bin ich im moment natürlich auch meilenweit entfernt, schließlich hab ich mir extra für die hochzeit das haupthaar über ein jahr wachsen lassen. obwohl ich genau wusste, worauf das hinausläuft: pferdeschwanz, hochgeklammert, viel gejammer und langweilige strähnige zotteln. und genau das hab ich jetzt. und natürlich (noch) nicht den mut, dem ganzen mit nem radikalschnitt ein ende zu setzen. um mich ein wenig mit der mähne zu versöhnen, bin ich ein großer freund von haarschmuck (seit jeher). also haarreifen, spangen, blümchen, bänder… für das standesamt hatte ich bereits bei dawanda einen wunderhübschen kopfputz erstanden und dabei ist der wunsch erwacht, solche kleinen kunststücke ebenfalls herstellen zu können. im moment ist der wunsch noch weitgehend vater des gedanken, aber ich freunde mich grad mit (form-)filz, haarspangen, heißkleber und federn an. mal sehen, was drauß wird!

stricken

nachdem das mit dem häkeln schon so….verheißungsvoll angefangen hat, hab ich am wochenende zum ersten mal seit äonen (mind 15 jahre) wieder zu stricknadeln gegriffen. beigestanden hat mir dabei mit großer geduld meine mama und siehe da: ich kann schon rechts, links, aufnehmen, reihe um reihe. wirklich viel ist das nicht, ich weiß, aber heute abend könnte ich meine erste stulpe fertigstellen! okay, ohne “spiel”, aus einem rechteckigen stück zusammengenäht, aber hey, jeder muss mal klein anfangen. ich bin auf jeden fall stolz auf mich und decke mich grad mit cooler wolle (strickfilzwolle!) ein. mal sehen, wie lange der elan anhält. zumindest entspanne ich schon mal richtig schön beim stricken. nachdem ich das mit den verfluchten linken maschen endlich drauf hab ;)

nähen

ich hab mir vor einigen jahren schon ne nähmaschine zum geburtstag gewünscht ich glaub, da ist meiner mama das herzerl ziemlich aufgegangen, setzte die tochter doch die tradition des heimeligen ökoselbstversorgers fort, das anfang der 80er bei uns kurzzeitig mal “in” war. leider habe ich mich nicht als naturtalent entpuppt und außer einem schiefen kissenbezug aus nem frotteehandtuch (wer bitte möchte sein haupt auf kratziges frottee betten?) und ner tasche aus gleichem material (so öko/hippie bin nicht mal ich, dass ich die tragen würde) kam nichts zählbares dabei raus. trotzdem geb ich die hoffnung nicht auf und nachdem meine mama sowas ja sogar in der schule unterrichtet, werde ich mich demnächst mal ein ganzes wochenende in die wunderbare welt des schönes-mit-stoff-herstellens einweisen lassen. ich freu mich drauf. als einstimmung bzw. inspiration hab ich mir heute dieses buch hier gekauft.
ergebnisse gibt’s dann hoffentlich bald hier zu sehen :)