Wiener Melange und Lachgas – wie ich tatsächlich eine lustige Geburt hatte (Teil 2: jetzt echt)

Mit dem Hintergrundwissen über meine erste Geburt dürfte es nicht verwundern, dass ich in den letzten zwei Jahren Geburtsberichte, die von „wundervollen Erfahrungen“ und „Einklang von Körper und Seele“ inklusive „sofort in das neue Lebewesen verliebt, als es mir blutverschmiert auf dem Bauch lag“  schwärmten, sofort ins Reich der „hättste wohl gern“-Phantasie verwiesen habe. Wunschvorstellungen von (Vorsicht, kann Übertreibungen enthalten) ganzheitlichen Ökoschwangeren, die sabungsvoll jede schwangerschaftsbedingte Hämorhoide als Geschenk der Natur zelebrieren, weil sie sie eins mit dem in ihnen wachsende Leben werden lässt. Ba dum Tss! Polemische Frotzelei Ende.

Wiener Melange und Lachgas – wie ich tatsächlich eine lustige Geburt hatte (Teil 1 – der noch nicht so lustig ist)

Als mich eine meiner Vorsorgehebammen kurz vor Weihnachten fragte, ob ich irgendwelche Fragen zur Geburt hätte, bin ich spontan in Tränen ausgebrochen und hab auch beim Mann im Auto ne gute Stunde nicht aufgehört. Vielleicht hatte sie bei der Akupunktur gegen meine Symphysenschmerzen zufällig einen sprichwörtlichen Nerv getroffen, aber ich konnte und musste mich endlich der für mich unschönen ersten Geburt stellen. Und mir klar werden, dass ich jetzt in der zweiten Schwangerschaft die bevorstehende Geburt einfach weit vor mir hergeschoben und ignoriert hatte. „Im Januar kümmer ich mich darum…“ – so wie bei Prüfungen am Semesterende, Ihr kennt das vielleicht.